Sperre Infanteriewerk Grynau SZ

 

 

O = Waffenstellung

O = Beobacher

O = Unterstand

= Sperre

Wenn Markierungen schwarz markiert sind, wurde das Objekt abgebrochen

 

 Infanteriewerk Grynau A6913

Das Infantierwerk befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Tuggen, am südlichen Ende des Buchberges. Rund um den Buchberg wurden noch 14 weitere Bunker errichtet, welcher aber nicht mit dem Werk verbunden waren.

Das Werk hatte den Auftrag angreifende Truppen, welche über den Ricken vorstossen zu verzögern bevor diese die Reduitgrenze der Alpenschutzabteilung 3 erreichen.

Die Festung wurde vom 26.12.1939 bis August 1942 gebaut und nach dem Weltkrieg mit neuen Waffen modernisiert (Pak 9cm, MG51). Die Anlage wurde 1990 ausgemustert und ging im 2000 an die Stiftung Schwyzer Festungswerke über. Während der Bauarbeiten wurde der gesamte Ausbruch der Kavernen zur Tarnung auf Schiffe verladen und im nahe gelegenen Obersee versenkt damit niemand anhand des Aushubs die Grösse des Werks schätzen konnte. Insgesamt wurden 1.6km betonierter Stollen erstellt.

Beim Eingang geht der Stollen einige Meter steil aufwärts. So hätte verhindert werden sollen, dass gegnerische Truppen die Anlage fluten können.

Die Bewaffnung des Werks umfasste 6 Maschinengewehre (MG1911), 1 Infanteriekanone (Ik 35, 4.7cm) und 3 leichte Maschinengewehre (LMG 25). Ebenfalls verfügte das Werk über einen Artilleriebeobachterstand. Die Besatzung bestand aus 64 Mann im Werk und zwischen 80 – 120 bei der Aussenverteidigung. Für die Aussenverteidigung wurden 15 Solitär-Unterstände errichtet. Das Werk hätte 3 Monate autonom überleben können ohne das die Mannschaft nach draussen hätte gehen müssen.

Im Werk gab/gibt es nebst der Kampfinfrastruktur: Unterkünfte, Funkraum, Motorenraum / Elektroraum, ein kleines Lazarett, eine Küche und grosse Frischwassertanks. Die Waffenstellungen sind grösstenteils wieder rearmiert und hergerichetet worden.

Im Kriegsfall wären rund um das Werk mit Stauanlagen die umliegenden Felder geflutet worden, sodass gegnerische Truppen einzig über die Strasse von Uznach her hätten angreifen können. Auf diese Strasse wurde ein MG und die Infanteriekanone direkt ausgerichtet.

Im Jahr 1941 wurden die Baupläne der Anlage von deutschen Spionen in Bern gestohlen und nach Deutschland geschickt. Nach dem Krieg wurden diese Pläne in Deutschland gefunden. Die Anlage wurde jedoch im Bau noch verändert, sodass einzelne Bereiche nicht so erstellt wurden wie auf den gestohlenen Plänen gezeichnet. Auch wurden falsche Schlussfolgerungen gezogen wegen der Bewaffnung. Die Deutschen nahmen an, dass so grosse Bunker mit jeweils einer Kanone und MG ausgerüstet wurden. Sie überschätzten somit die Bewaffnung der Anlage. Der schwächste Punkt, der Notausgang der Anlage wurde zudem in den deutschen Aufzeichnungen mit keinem Wort erwähnt!

 

 

Quelle Plan: www.schwyzer-festungswerke.ch

 

A6913

Eingang mit MG und LMG, Aussenansicht

     

   

 

MG18

   

MG 17

   

 

Beobacherkuppel

 

MG 16

 

IK19 (Betonzylinder ist der Auspuff der Anlage) / Munitionsnische

     

   

 

Notausgang mit Feldanschlusskasten für die Aussenverteidigung / Solitär Unterstand

     

 

MG20

     

 

MG01

 

Truppenunterkunft / Küche / Kommanderäume

     

 

Ausstellung

 

 

Anlagen: Generatoren / Strom / Filteranlage / Stauwehr Überreste

     

 

Gruppenbild vor  LMG E

 

 


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