AW Heldsberg SG

Die Festung Heldsberg liegt gleich oberhalb von St. Margrethen auf dem Heldsberg. Sie wurde zwischen 1939 und 1941 erstellt und war bis 1990 aktiv. Das Werk hatte 200 Mann Besatzung mit zusätzlichen 400 Mann zur Aussenverteidigung.

Der Werk war mit vier damals hochmodernen 7.5cm Bunkerkanonen und sieben Maschienengewehrstellungen ausgerüstet. Die Wirkungsbereiche der Kanonen sind auf der oberen Karte mit orange dargestellt. Es wurde in zwei Hauptrichtungen geschossen. Die zwei Kanonen welche nach Südosten ausgerichtet waren hatten das selbe Wirksungsfeld, die beiden Geschütze welche nach Nordosten gerichtet waren waren die Wirkungsfelder etwas verschoben. Die Wirkungskarten sind unter der Feuerleitstelle genauer dargestellt.

Mit einer Stollenlänge von 1’000m war es eine der grössten Grenzbefestigungen. Das Werk wurde vom Verein Festungsmuseum Heldsberg 1993 übernommen und liebevoll wieder hergerichtet. Das Museum verfügt nicht nur über mehrere wieder eingerichtete Geschütz- und MG-Stellungen, sondern auch über eine sehr umfangreiche Waffenausstellung, Kiosk und Kantine welche gemietet werden kann. Daneben wurde das Spital, Maschinenraum, Unterkünfte, usw. ebenfalls wieder ausgerüstet.

Der untere Teil der Anlage (MG5 – 7) ist leider nicht zugänglich und offenbar auch nicht mehr in gutem Zustand. Auch die Aussentarnungen wurden im diesen Bereich nicht restauriert. Beim oberen restaurierten Anlageteil wurden die Aussentarnungen zum Teil ebenfalls sehr schön wiederhergestellt.

Der Auftrag des Werks bestand darin das Südende des Bodensee’s sowie die Rheinübergänge im Süden bis Montlingen für den Gegner zu sperren. In einem Kommentar zu den schweizerischen Grenzbefestigungen am Bodensee hiess es seitens der deutschen Generalität:

“Ein Angriff über den Rhein nur aus ostwärtiger Richtung zwischen Bodensee und Sargans ist wegen des gebirgigen Geländes und der starken Befestigungen bei Rheineck (Heldsberg) und Sarganz nicht zu empfehlen.”

Die Anlage kann zu bestimmten Öffnungszeiten ohne Voranmeldung besichtigt werden. Mehr Informationen dazu findet Ihr unter: www.festung.ch  Ein Besuch lohnt sich.

 

Das Werk wurde noch durch eine vielzahl von Aussen-/Infanteriewerken geschützt, welche aber nicht mit der Anlage selbst verbunden waren.

    

Eingang mit Tarnhäuschen

Maschinenraum

     

Spital

   

Feuerleitstelle

     

Küche / Matmag / Waffenausstellung

     

Kavernen / Notausstieg

     

MG 1 mit Beobachter (talseitig Beobacherscharte)

     

Bunkerkanone 1

   

Bunkerkanone 2

     

MG 2 (MG51) / MG 3 (MG11)

     

     

Bunkerkanone 3 mit MG4

     

Bunkerkanone 4

   

MG 5 mit Beobachter

   

     

MG6

   

MG7

     

 

Aussenbunker für Eingangsabdeckung; nicht mit Werk verbunden

 

Aussenbunker für Abdeckung MG 1 und Bunker zur Eingangsabdeckung; nicht mit Werk verbunden

 

Aussenbunker zur Abdeckung MG 6 und MG7; nicht mit Werk verbunden

 


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