AW Faulensee

Das Artilleriewerk Faulensee A1954 ist in dem Sinn kein Artilleriewerk, sondern eher ein grosszügig ausgebauter Artilleriekampfstand. Das Werk besteht aus vier wunderschön getarnten Artilleriebunkern, welche mit 10.5cm L42 Kanonen 35 auf  ausgestattet sind. Die Kampfstände sind mittels eines schmalen Ganges miteinander verbunden. Die Munition wurde ausserhalb der Kampfräume gelagert und wurde in jeden Bunker separat transportiert mittels eines Eingangs/Krans hinter der Kanone.

Die Munitionsmagazine umfassten 800 Granaten und in weiteren Aussendepots waren weitere 5600 Granaten vorhanden. Die Anlage verfüge über eine eigene Feuerleitstelle, kleine Küche, Laborier-,Schlaf- und Lagerräume.

Das Werk wurde durch die Kp 76 betrieben und verfügte im Innern über eine Mannschaftsstärke von 84 Mann; dazu kamen noch 54 Mann welche bei der Übermittlung, Flubabwehr oder Aussenverteidigung eingesetzt waren. Es ging 1942 in Betrieb. Das Werk verfügt über keinerlei Verteidungsanlagen wie MG/Pak. Im Ernstfall hätten mindestens zwei Wohnhäuser geräumt, evt. sogar gesprengt werden müssen. Aus diesem Grund wurde aus der Anlage auch nie scharf geschossen.

Hauptaufgabe des Werk’s war es die Sperre Einigen zu unterstützen, welche sich einige Kilometer weiter Richtung Thun am Ufer der Kander befindet. Das Werk konnte allerdings auch bis weit hinter Thun hin wirken. Im Raum Thun-Wimmis-Beatenberg wirkten insgesamt  in mehreren Werken sechsunzwanzig 10.5cm und sechszehn 15cm Haubitzen.

Aussenansicht

   

     

     

 

Geschützstellung No. 2 (1) innen und aussen

     

 

Technik / Gänge / Ausstellung

     

     

     

     

     


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