Ausflug Tipp’s

Unter dieser Rubrik möchten wir Euch Museen oder Vereine näher bringen wo sich ein Besuch wirklich lohnt und die Organisationen besonders unterstützenswert sind.

 

Sperre TRIN GR

Der Verein Sperre Trin ist ein kleiner Verein im Bündnerland kurz vor Flims, bequem innert einer knappen Stunde von Zürich aus zu erreichen. Sie betreuen ein Infanteriewerk mit zwei Doppel-MG-Stellungen und sieben Aussenanlagen (Pak und MG-Bunker).

Die Führung dauert ca. 2 1/2h und ist sehr umfangreich, aber im Vergleich zu anderen Museen oder Anlagen sehr günstig. Für Personengruppen bis 15 Personen zahlt man lediglich 60.–CHF!

Markus Diethelm, welcher mit uns die Führung unternahm konnte uns zu (fast) allen Fragen eine Antwort liefern, obwohl wir ihm Löcher in den Bauch gefragt haben.

Ein Besuch der Sperre Trin bietet auch schöne Abwechslung zwischen der Anlage im Innern des Berges mit seinen langen, dunklen, kühlen Gängen  und den diversen Aussenanlagen welche sich im umliegenden Gelände verstecken.

Die Anlage hatte eine Seilbahn zur Versorgung, welche aber leider bei der Ausserdienststellung abgebaut wurde. Der Verein TRIN möchte die Seilbahn wieder aufbauen und steckt sehr viel Herzblut und Geld in dieses Projekt. Hier ist eine Spende sicherlich herzlich willkommen und gut investiert.

Führungen müssen im Voraus gebucht werden.

Mehr Informationen findet ihr unter: www.sperretrin.ch

 

 

 

Artillerie Fort Magletsch SG

Das AFOM ist eine der grössten Anlagen welche besichtigt werden kann. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Etagen und der untere Bereich wird noch heute von der Armee als Unterkunft genutzt. Sie bieten längere und kürzere Führungen an und kosten pauschal 200– bzw. 250.–CHF für eine Gruppe. Das spezielle an dieser Anlage ist, dass sie von der usprünglichen Bewaffnung aus dem 2. Weltkrieg (3 x 10.5 Panzertürme, div. 7.5cm Pak-Kanonen, diverse MG und LMG) bis hin zu zwei “modernen” 8.1cm Minenwerferstellung alles bietet. In einem der grossen Munitionsmagazine befindet sich ausserdem eine umfangreiche Waffenausstellung wo diverse Infanterie-, Flab- sowie Artilleriewaffen ausgestellt sind.

Auf speziellen Wunsch kann auch das Gegenwerk, ein kleines Infanteriewerk ebenfalls besichtigt werden. Die ganze Tour ist ausschliesslich im Berg. Wer nach der Tour noch auf dem Berg rumkraxelt wird aber noch diverse Unterstände, Flab-Stellungen und natürlich die zahlreichen Scharten der Pak und MG finden sowie die 3 Panzertürme. Des weiteren befindet sich noch ein als Waldhaus getarnter BBB-Doppel-MG-Bunker auf der Talseite.

Ein Besuch dieser Anlage lohnt sich und die Führer können kompetent Auskunft geben. Gleich zu Beginn erhält man eine Einführung mittels eines Vortrags und kann die ganzen Ausmasse der Verteidigungsanlagen anhand eines grossen Modells nachvollziehen.

Das AFOM war das erste Bollwerk im 2. Weltkrieg gegen Lichtenstein / Deutschland hin.

Die Führungen müssen gebucht werden. Mehr Infos zu dieser Anlage findet ihr unter: www.afom.ch

 

 

 

Artilleriewerk Reuenthal AG

Das AW Reuenthal ist ein kleines Artilleriewerk. Das Werk wurde sehr schön restauriert und mit der Originalbewaffnung des 2. Weltkriegs rearmiert. Nebst den schönen Anlagen zeigt das Werk auch eine umfangreiche Waffensammlung, vor allem von Infanteriewaffen.  Der Eintrittspreis ist mit 12.– für einen Erwachsenen moderat und angebracht, es lohnt sich dieses Werk zu besuchen. Das Festungsmuseum Reuenthal unterhält auch eine grosse Anzahl von Aussenanlagen, unter anderem auch über die modernen Ceni-Stellungen. Diese können nach Absprache und Voranmeldung ebenfalls besichtigt werden.

Der Rundgang drinnen und draussen dauert ca. 1 1/2h und das Museum hat Öffnungszeiten.

Mehr Infos zu dieser Anlage findet ihr unter: www.festungsmuseum.ch

 

 

 

Artilleriewerk Crestawald GR

Das AW Crestawald wurde ebenfalls im 2. Weltkrieg erbaut und sollte den St. Bernardino und Splügenpass sperren. Es verfügte damals mit seinen beiden 10.5cm Bunkerkanonen über die modernste Bewaffnung welche erhältlich war. Zur Nahverteidung verfügte es noch über ein MG und wurde nach dem zweiten Weltkrieg noch mit einem zweiten MG ergänzt. Das AW wird gleich von drei (!!) Gegenwerken abgedeckt.

Auch dieses Werk hat eine eigene, sehr schöne Waffenaussstellung und auch eine Spezialausstellung über abgestürzte / abgeschossene amerikanische Bomber in der Schweiz.

Die Werksbesichtigung dauert ca. 1 1/2h und ist mit 10.–CHF sehr günstig. Das Werk hat Öffnungszeiten und man kann einfach vorbei gehen.

Mehr Informationen zu diesem Werk findet ihr unter: www.festung-gr.ch

 

 

 

Flugabwehrfestung BL64 “Bloodhound”

Das Fluababwehrlenkwaffensystem BL64 wurde in den 60er Jahren eingeführt. An sechs verschiedenen Standorten und mit 160km Reichweite wurde der gesamte schweizer Luftraum abgedeckt. Das System war zur Abwehr von hochfliegenden Flugzeugen konzipiert.

Heute befindet sich in Menzingen ZG die einzige noch vorhandene Bloodhoundstellung als Museum und kann besichtigt werden. Die Tour ist sehr umfangreich, hochinteressant und dauert ca. 2 1/2h. Touren müssen im Voraus gebucht werden und sind wegen des sehr hohen Preises von 250.–CHF nur für Gruppen geeignet. Die maximale Gruppenstärke darf 15 Personen betragen.

Mehr Informationen findet Ihr auf der Homepage der Militärhistorischen Stiftung Zug: www.mhsz.ch

 

Artilleriewerk Faulensee & Sperre Einigen BE

Das Artilleriewerk Faulensee und die Sperre Einigen können zusammen besichtigt werden. Der Festungsverein Faulensee hat ein Besuchsrecht für die Sperre einigen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit ein Artilleriewerk sowie eine Infanterie-und Panzersperre mit einem Besuch abzudecken. Das Artilleriewerk ist in sehr schönem Zustand und vollständig ausgerüstet, die Führer wissen über ihre Anlage bestens Bescheid. Sehr interessant ist die Verflechtung der beiden Anlagen zu verstehen.

Das Werk kann spontan oder nach Vereinbarung besucht werden. Auch die Preise varieren. Alle Infos dazu findet Ihr unter: http://www.artilleriewerk-faulensee.ch/

 


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